Verschiedene Körper

Eigentlich hat der Mensch nur einen Körper und dieser besteht aus verschiedenen Schichten, verschiedenen Frequenzen von Schwingungen. Der physische Körper schwingt auf der niedrigsten Frequenz. Die Schichten des Körpers sind untrennbar miteinander verbunden.


In der Yoga - Tradition existiert eine andere Terminologie der Körper. Im Yogasystem sind es die drei Körper:

  1. Grobstofflicher Körper
  2. Feinstofflicher Körper
  3. Kausalkörper
Und die fünf Hüllen:
  1. Materielle Hülle
    Annamaya Kosha Element Erde
  2. Vitale Hülle
    Pranayama Kosha Element Feuer
  3. Mentale Hülle
    Manumaya Kosha Element Wasser
  4. 1. Intellektuelle Hülle
    Vigyanamaya Kosha Element Luft
  5. 1. Glückselige Hülle
    Anahata Kosha Element Äther/Raum
Die sieben Körper der westlichen Systeme
  1. Physische Körper
  2. Ätherischer Körper (Vital, Energie oder feinstofflicher Körper)
  3. Astral Körper (oder emotional Körper)
  4. Mental Körper
  5. Spiritueller Körper (oder intellektueller Körper)
  6. Kosmischer Körper
  7. Jenseits von Name und Form (Nirvana)
Der erste Körper, auch Nahrungskörper genannt ist im ayurvedischen Sinne aus dem Element Erde gemacht. Er ist somit der grobstofflichste Körper. Man muss sehr vorsichtig sein was man isst, die Nahrung geht durch alle 7 Gewebe (Dahtus) zu unserem Blut, unseren Knochen bis zu unserem Fortpflanzungssystem. "Du wirst was Du isst". Reine Nahrung erzeugt einen reinen Nahrungskörper. Wird der physische Körper rein gehalten wirkt sich das auch auf den Geist und die Emotionen aus, da alle Körper miteinander verbunden sind. Essen wir Fleisch von Tieren die gelitten haben, überträgt sich diese subtile Form von Angst auf unseren emotionalen Körper. Oft verweigern Menschen die Krank sind instinktiv das Fleisch, es würde sie noch mehr leiden lassen.

Der zweite Körper (Pranayama Kosha) bezeichnet man auch als Energiekörper. Hier wirkt zum Beispiel Akupunktur oder Pranic Healing. Die Energie oder das Prana oder auch Chi, kann man sogar fotografieren. 6 Monate bevor der physische Körper krank wird, sieht oder fühlt man die Krankheit bereits am feinstofflichen Körper. Deshalb wirkt Ayurveda in erster Linie präventiv, auch wenn die Ärzte noch nichts feststellen können. In diesem Körper strömt die Atmung ein und aus. Tai Chi, Qi Gong, Pranayama, Tandava , Hatha-Yoga all diese Techniken arbeiten mit Atem. Ein Kind atmet auf natürliche Weise mit der Bauchatmung und ist deshalb voller Energie. Ängste verschwinden bei einer guten Bauchatmung.

Den dritten Körper, den Mentalen oder auch Manumaya Kosha haben nur Menschen. Tiere haben nur zwei Körper. Es gibt zum Beispiel keinen vegetarischen Tiger! Hier geht es um die Entwicklung des Geistes und damit Verantwortlichkeit. Im mentalen Körper sind es Gedanken. Jeder Moment kommt uns ein Gedanke in den Sinn und ein anderer Gedanke geht uns aus dem Sinn. Wir können unser Denken durch Atem beeinflussen. Auch können wir unsere Gedanken wählen, wenn wir uns bewusst darüber sind was wir denken. Ohne Prana gäbe es keine Bewegung der Gedanken oder des Atem. Das heisst wo viel Prana ist, ist auch die Energie zur Veränderung und zum Wachstum. Denn jede Entwicklung braucht Energie.

Genauso wie wir Luft einatmen, gibt es ausserhalb von uns Wolken von Gedanken. So kommt es das Gedanken von Kopf zu Kopf springen. Gedanken sind nichts anderes als Energie in einer bereits grobstofflicheren Form. Zuerst denken wir, dann handeln wir danach. Gedanken können wie die Luft verschmutzt werden. So genannte Suchtwolken existieren, wenn sich die Gedanken vieler Menschen um das Selbe Objekt (z.B. Drogen) drehen, entstehen grosse Gedankenwolken die viel Energie haben und deshalb Macht über einzelne Menschen besitzen. Immer wenn Menschen gleich denken gibt es eine grössere Energie und damit eine Gedankenform, im Guten wie auch im Schlechten. Der einzelnen Person ist es dann kaum mehr möglich sich von der Suchtwolke zu lösen. Ist die Gedankenwolke positive wird die Person getragen und geführt von dieser Energie. Deshalb ist eine gute Gesellschaft von entscheidender Bedeutung.

Im ätherischen Körper, dem 4.Körper (emotional Körper) geht es um Anziehung und Abstossung, Liebe und Hass. Die ganze Schöpfung ist aufgebaut auf Dualität, Lebensenergie existiert in Polarität. Wir aber wollen nur das Schöne, gegen das Leiden bauen wir einen Widerstand auf. Deshalb haben wir im ätherischen Körper ständig einen Konflikt. Hier geht es also darum Gefühle / Emotionen kommen und gehen zu lassen, annehmen und loslassen und zwar beides das Gute wie das Schlechte. Wir können es auch magnetische Kraft nennen, die uns in unseren Bann zieht. Gefühle strömen ein und aus, wie der Atem und wie Luft ist dieser Magnetismus rund um uns herum. In einem Moment fühlen wir uns voller Hoffnung, im nächsten Moment hoffnungslos. Beim Einatmen können wir die Gefühle mit dem Atem berühren, sie annehmen und im Moment der Ausatmung können wir Gefühle mit dem Atem loslassen. So lebt ein Yogi, er fühlt immer noch, aber es strömt durch ihn durch. Dies entspricht der natürlichen Bewegung der Polarität die den ersten Körper mit dem zweiten und dem dritten verbindet. Mit dem Atem können wir also auch die Gefühle beeinflussen. Oder anderseits sehen wir in welcher emotionaler Verfassung sich jemand befindet aufgrund seiner Atmung.
Werden wir uns des fünften Körpers bewusst, werden wir uns über Leben und Tod bewusst, die beiden Polaritäten. Hier wird das Wort Prana erst bedeutungsvoll. Leben und Tod, das ist die pranische Existenz im fünften Körper. Unser wahres Selbst ist weder jemals geboren noch wir d es jemals sterben. Um dies zu erkennen muss zuerst der fünfte Körper verstanden werden. Hier geht also um die Akzeptanz von dem Kommen und Gehen des Lebens. Tiere können kein Selbstmord begehen weil sie sich ihres Lebens nicht bewusst sind. Ein Buddha kann kein Selbstmord begehen, weil er sich des Todes bewusst ist und weiss dass sich das Selbst nicht töten kann.
Im sechsten Körper ist das Ego weggefallen. Die Polarität manifestiert sich hier als Schöpfung und Vernichtung in einer unpersönlichen kosmischen Form, als kreative und destruktive Kraft: Brahma (Gottheit der Schöpfung) und Shiva (Gottheit der Auflösung). Ein Mensch der im sechsten Körper ist sieht alles als sein eigenes sterben an und kann keine Ameise töten weil es sein eigener Tod bedeuten würde. Immer wenn etwas aus der Existenz verschwindet wird etwas anderes geboren. Das ist die Polarität im sechsten Körper. Vishnu (Gottheit der Erhaltung) ist genau dazwischen, ist die wesentliche Gottheit. Alle Avatare wie z.B. Sai Baba sind Inkarnationen von Vishnu. Immer wenn die göttliche Ordnung in Gefahr ist manifestiert sich ein Avatar.

Im siebten Körper geht es um Sein oder Nicht-Sein. Buddha sagt "Nichts bleibt" Shankara sagt "alles bleibt". Man könnte auch sagen die Leere die die Fülle ist.

Die fünf Elemente sind daher geboren aus dem Element Äther/Raum. Die moderne Wissenschaft bestätigt, dass Atome aus leerem Raum aufgebaut sind.
Nach dem siebten Körper existiert nur noch die Körperlosigkeit. Dann gibt es keine Polarität mehr, dann ist alles Advait „nicht zwei“.

"Eine vom Bewusstsein aufrecht erhaltende Vorstellung erscheint als Körper, der mit einem entsprechenden feinstofflichen Körper (Puryastaka oder Ativahika) verbunden ist. Dieser setzt sich aus Geist, Intellekt, Ich-Bewusstsein und den fünf Elementen zusammen. Das Selbst ist formlos, aber de Puryastaka streift in fühlenden und nicht fühlenden Körpern durch diese Schöpfung, bis er sich gereinigt hat, lebt, als ob er im tiefen Schlaf sei und erlangt Befreiung." Yoga Vasistha, Swami Venkaesananda



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